Kommunalwahl 2008
Liberale im Kreistag jetzt stärker vor Ort!
Wir sagen Ihnen, was Sie davon haben, wenn Sie uns Liberale in den Kreistag
wählen:
Wir wollen Freiheit für Bürgerinnen und Bürger! Subsidiarität und Konnexität
sind für uns keine Worthülsen, sondern Handlungsmaximen:
Subsidiarität: Lösungen müssen dort gefunden werden, wo es die Probleme gibt, wo
der
Druck am grössten und der Sachverstand vor Ort am grössten ist – in den Gemeinden.
Die deutlich verbesserte finanzielle Situation des Landkreises – 2008 steigen
die Einnahmen aus Gewerbesteuer um fast 34 Prozent, die Umlagekraft steigt um
fast 12 Mio. Euro oder 15 Prozent! – muss den Gemeinden zugute kommen. Wir
fordern: Eine deutliche Senkung der Kreisumlage, damit den Gemeinden mehr Geld
für Investitionen in der Kassen bleibt. So wird ihnen am besten geholfen und
erst in Notfällen soll der Kreis eingreifen.
Konnexität: Gegen den Widerstand der CSU haben die Freien Wähler, im Kreistag
von der
FDP unterstützt, das Konnexitätsprinzip durchgesetzt, so dass es jetzt auch in
der Bayerischen Verfassung steht. Das bedeutet: Es gilt also der Satz „Wer
Leistungen gesetzlich festlegt und auf Kreise und Gemeinden Aufgaben abwälzt,
hat dafür auch zu zahlen. Wir wollen dafür sorgen, dass sich der Bayerische
Landtag nicht aus dieser Verantwortung stielt. Finanzielle Leistungen dürfen
nicht nach dem Gutsherrenprinzip so verteilt werden, dass Zeitpunkt und Höhe im
Belieben der Staatspartei stehen. Gemeinden und Kreise haben einen Anspruch auf
diese Zahlungen – und das wird und kann die CSU im Landkreis Miltenberg nicht energisch einfordern – und die sogenannte „Neue Mitte“ als Wurmfortsatz der CSU
noch weniger. Schliesslich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus. Der
Landkreis Miltenberg braucht eine starke Opposition und die Brechung der
absoluten Mehrheit!
Wahlprogramm: Es wäre unredlich, ein ganz detailliertes Wahlprogramm für die
nächsten
sechs Jahre zu schreiben. Kreis und Kommunen sind so nicht nur von der grossen
Politik in Berlin und Brüssel abhängig, sondern auch von den Entscheidungen und
den manchmal überraschenden „Eingebungen“ der Staatsregierung. Und die sind –
wie die handstreichartige Einführung des G 8 gezeigt hat, mit Vernunft und
Überlegung nicht vorauszusehen.
Deshalb: Wählen Sie Frauen und Männer, denen Sie zutrauen, auf solche „Revolutionen
von oben“ flexibel und energisch zu reagieren, wählen Sie Liberale, die ein
zentrales Prinzip haben: Freiheit für Bürgerinnen und Bürger!
Stichpunkte: Obwohl flexible Reaktionen wichtiger sind als starres Vorausplanen,
gibt es
auch für uns in der Kreispolitik feste Ziele, die wir in den nächsten sechs
Jahren anstreben:
- Wir wollen die enge Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet, denn nur dort liegt
unsere Zukunft. Konkret heisst das: Langfristig wollen wir eine S-Bahn-Anbindung
des Landkreises nach Frankfurt, kurzfristig eine Stärkung der Westfrankenbahn,
beispielsweise durch Doppelgleisigkeit. Dazu fordern wir von der Staatsregierung
einen Abbau von bürokratischen Hemmnissen bei der wirtschaftlichen,
touristischen und kulturellen öffnung in das Rhein-Main-Gebiet.
- „Kinder und Jugend sind unserer Zukunft!“ Das darf kein Satz für Sonntagsreden bleiben, diese Einsicht muss die Kreispolitik Tag für Tag
bestimmen: Ganztagsbetreuung muss intensiv ausgebaut werden und darf sich nicht
als „Aufbewahrung“ beschränken, wie das die Staatsregierung am liebsten möchte.
Vor allem in den Grund- und Hauptschulen, aber auch in den Realschulen und
Gymnasien muss angesichts der veränderten Familienstrukturen schnell ein
funktionierendes Ganztagsangebot aufgebaut werden, das diesen Namen verdient und
Benachteiligungen verringert. Davon würden auch und gerade Kinder aus
Migrantenfamilien besonders profitieren ein gutes Mittel zur besseren
Integration. Diese Integration beginnt nämlich bei Bildung und Ausbildung. Wenn
in manchen unserer Gemeinden beispielsweise der Anteil der türkischen Einwohner
bei 20 Prozent liegt, der Anteil der türkischen Mädchen und Jungen in
Realschulen und Gymnasien aber bei weniger als 5 Prozent, dann sind damit grosse
Probleme für die Zukunft programmiert.
- Zentrale Lösungen von oben sind schlechter als Lösungen vor Ort: Wir fordern
deshalb eine noch stärkere Förderung von Netzwerken und Initiativen, unabhängig
davon, ob es sich um Jugendarbeit oder um Senioren, um Umweltschutz, um
Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich oder um Initiativen beim
Tourismus handelt.
- Handlungsfreiheit für verantwortungsbewusste Unternehmer im Landkreis ist die
beste Garantie für eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Kreises.
Bürokratische Hemmnisse müssen weiter abgebaut werden, egal ob es um
Baugenehmigungen oder um die Unterstützung von Handwerk und Mittelstand geht.
Wir müssen die Kreativität und Innovationskraft unserer Frauen und Männer im
Kreis nutzen, statt sie zu gängeln und auszubremsen!
- Dort, wo es notwendig ist, muss der Landkreis zu seiner Verantwortung stehen
und darf sich nicht zurückziehen. Das gilt vor allem immer dann, wenn es um die
Schwächeren in unserer Gesellschaft geht: Konkret heisst das, dass sich der neue
Kreistag nicht aus dem Gesundheitswesen zurückziehen darf. Die FDP hat aus guten
Gründen gegen die Privatisierung der Kreiskrankenhäuser gestimmt. Die
Entscheidung ist anders gefallen, jetzt muss alles dafür getan werden, dass die
Betreiber der Kliniken das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gewinnen – und
dabei muss die Kreispolitik über den Verwaltungsrat soweit irgend möglich
positiven Einfluss nehmen. Die medizinische Versorgung vor Ort ist genau so
wichtig wie das wohnortnahe Schulsystem. Wir unterstützen deshalb entschieden
die Position der niedergelassenen ärzte und begrüssen die Arbeit des
Ärztenetzwerkes Untermain ausdrücklich.
Zugegeben: Nicht immer ist das ganz konkret und ganz sicher fehlen wichtige
Themen und Politikfelder. Aber: Wer mehr verspricht, lügt sich in die eigene
Tasche. Es gilt, dann zu reagieren, wenn die Probleme auf dem Tisch liegen, und
wer könnte das besser als Liberale, die sich nicht von Ideologien, sondern von
Sachverstand und Effizienzgesichtspunkten leiten lassen?
Unser Rat an Sie: Sorgen Sie dafür, dass in den nächsten sechs Jahren
sachgerechte Politik im Kreistag gemacht wird, Politik mit offenem Visier, und
nicht hinter verschlossenen Türen. Sorgen Sie dafür, dass es keine absolute
Mehrheit gibt – auch nicht die von CSU und sogenannter Neuer Mitte -, sorgen
Sie für eine starke Opposition. All das klappt nur mit einer starken FDP, die
sich ein Motto auf die Fahnen geschrieben hat:
Dynamisch. Kompetent. Bürgernah.